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Dorothea Prühl im Gerhard-Marcks-Haus Bremen

    Dorothea Prühl im Gerhard-Marcks-Haus Bremen (2022, Filmstill)

    Raben, Fische, Schmetterlinge oder auch Motten: Figürliche Motive sind der Ausgangspunkt für Dorothea Prühls Colliers. Sie sollen aber keine Geschichten erzählen. Zentrum ihrer Kunstwerke ist das Suchen nach einer modernen, prägnanten Form. Dabei ist die Form für die Künstlerin das Resultat aus der Auseinandersetzung mit dem Gegenstand, verstanden als Schmuck, aber auch als Motiv. Prühl sieht ihre Schmuckstücke nicht nur als Kunstwerke, sondern auch als Objekte, die getragen werden sollen und Teil des Alltagslebens ihrer Besitzer sind. Jede Form, aus der ihre Colliers bestehen, wird daraufhin geprüft, ob sie ästhetischen und ergonomischen Ansprüchen genügt. Dabei wirken die herausgearbeiteten plastischen Formen mit ihren konkaven und konvexen Linien wie kleine durch Ketten verbundene Skulpturen, aber auch wie ein an den Körper geschmiegtes Ornament.